Wallfahrt nach Oberelchingen – ein Zeugnis christlichen Glaubens

Zum 272. Mal machten sich Wallfahrer aus Bettringen und Umgebung auf zur Fußwallfahrt nach Oberelchingen, wo am 3. Sonntag nach Pfingsten traditionell das Fest der „Bruderschaft zu den sieben  Schmerzen Mariens“ mit dem „Hohen Umgang“ gefeiert wird. Für die Teilnehmer ist es ein besonderes Erlebnis, frühmorgens um 3 Uhr loszugehen, auf dem Weg zum Furtlepass das aufgehende Licht des Tages, die Natur im Morgenlicht und die Ruhe, im Besonderen aber die Gemeinschaft von Pilgern  zu erleben, die mit den Texten und Liedern aus dem Wallfahrtsbüchlein eine 42 km lange Wegstrecke zurücklegen. Jeder ist mit sich und seinen Gedanken unterwegs und ist doch in der Wallfahrtsgemeinschaft geborgen. Konnte man noch in den ersten Stunden die Frische des Morgens genießen,  so wurde mit zunehmender Dauer die Hitze des Tages zum Wegbegleiter. Unter den annähernd 50 Wallfahrern waren mit Albrecht Stadelmaier, Helmut Behringer und Karl Bäurle, der frühmorgens aus Oberelchingen nach Bettringen kam, um die Wallfahrt mit zu erleben, drei Pilger mit über 80 Jahren mit auf dem Weg. Nach dem Wallfahrtsgottesdienst in Treffelhausen und anschließendem Frühstück führte der Weg durchs Roggental. In Geislingen wartete der Bus, der die Wallfahrer hoch auf die Alb nach Beimerstetten brachte. Von dort führte der Pilgerweg weiter bis Seligweiler und dann, nach einer Mittagspause, wurde das letzte Wegstück bis Oberelchingen gegangen. Am Ortseingang warteten bereits die Ortsgeistlichen und Ministranten zusammen mit Oberelchingern, um die Wallfahrer zu empfangen und auf dem Weg in die Wallfahrtskirche zum Gnadenbild der schmerzhaften Mutter Gottes zu begleiten.

Die Wallfahrt ist auch ein Fest der Begegnungen, denn die Freude über das Wiedersehen ist bei Oberelchingern wie Bettringern spürbar, zumal viele Pilger dort ihr privates Nachtquartier haben. Am Abend wurde in der Wallfahrtskirche die Marienvesper mit anschließender Lichterprozession gefeiert. Danach traf man sich noch im Antoniusheim, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Höhepunkt des Sonntags ist der Wallfahrtsgottesdienst mit anschließendem „Hohen Umgang“, der Sakramentsprozession, zu dem noch viele Bettringer mit Bus oder Auto hinzukommen.

Am frühen Nachmittag hieß es dann wieder Abschied nehmen am Gnadenaltar, in diesem Jahr leider auch Abschied von Pater Ulrich Keller, der über viele Jahre die Wallfahrt geprägt hat und gerne unter den Wallfahrern weilte. Eine kleine Gruppe machte sich auf den Rückweg bis Beimerstetten. Von dort ging es mit dem Bus zurück nach Bettringen.

Es waren wieder zwei Tage, im wahrsten Sinne beeindruckend. Das gemeinsame auf dem Weg sein, das Ankommen vor dem Gnadenbild der schmerzhaften Gottesmutter, die feierlichen Gottesdienste in der Klosterkirche und die herzliche Aufnahme, welche die Wallfahrer auch in diesem Jahr in Oberelchingen erfahren durften, stellten ein beeindruckendes  Zeugnis christlicher Glaubensgemeinschaft dar. Da sind auch noch die körperlichen Anstrengungen des langen Weges, die Eindrücke hinterlassen. Und wenn man weiß, dass im nächsten Jahr bei der 273. Wallfahrt viele wieder – 10 Tage nach Fronleichnam - dabei sein werden, dann muss so ein Wallfahrtswochenende schon etwas Besonderes sein.

 

 

Legende
 

SE  = Seelsorgeeinheit

BA  = Bargau

BE  = Bettringen

DE  = Degenfeld

WE = Weiler 

OB  = Pfarrkirche, Oberbettringen

AP = Altes Pfarrhaus, Oberbettringen 

UB  = Ottilienkirche, Unterbettringen

LH  = Auferstehung-Christi-Kirche, Lindenfeld-Hagenäcker

Li  = Haus Lindenhof

BER = Begegnungsstätte Riedäcker, Oberbettringen

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