Jahresrückblick von Jutta Bühler Jahresschlussandacht 2017 -  St. Cyriakus Bettringen

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Liebe Gemeindemitglieder,

im Jahr 2017 hat unsere Kirchengemeinde wieder große Herausforderungen gemeistert und Beeindruckendes erlebt. Vier große Themen haben den Kirchengemeinderat vor allem beschäftigt:

  • Die Aufstellung des Haushaltsplanes 2017 und 2018 für unsere Kirchengemeinde
  • Den Abschluss der Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen am Pfarrhauskomplex mit Anbau einer barrierefreien Toilette für alle Gottesdienstbesucher
  • Die Außensanierung unserer Ottilienkirche
  • Die Weiterentwicklung des pastoralen Entwicklungsweges „Kirche am Ort – Kirche an vielen Orten gestalten“, den alle Seelsorgeeinheiten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchlaufen.

 

In acht Sitzungen hat der Kirchengemeinderat mit seinen Ausschüssen all das beraten und beschlossen, was zur Gestaltung und Regelung des Gemeindelebens in unserer Kirchengemeinde erforderlich war. Zusätzlich verbrachten alle Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit zusammen mit dem Pastoralteam im Juli ein Klausurwochenende im Kloster Reute bei Bad Waldsee.

Im Oktober trafen sich die Kirchengemeinderäte von Weiler und Bettringen gemeinsam mit den Räten der Evangelischen Friedenskirchengemeinde und der Versöhnungskirchen-gemeinde zu einer ökumenischen Sitzung.

 

In Anlehnung an das Jahr der Barmherzigkeit, das Papst Franziskus für das Jahr 2016 ausgerufen hatte, startete der Pastoralausschuss im Januar eine Veranstaltungsreihe unter dem Titel „Barmherzigkeit leben – Barmherzigkeit erleben“ im Gemeindezentrum Lindenfeld. Beispielhaft erzählten unterschiedliche Menschen aus unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern  einem interessierten Publikum an acht Abenden von ihrem Engagement, welches sie für andere Menschen erbringen. Vertreter der Vesperkirche, der Krankenpflege, der Caritas, des Gmünder Tafelladens, der Obdachlosenhilfe, der Gefangenenseelsorge und des Kinder-Hospizdienstes berichteten eindrücklich, was sie gemeinsam mit anderen Menschen tragen und was sie selbst trägt. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete Ende November das Ein-Mann-Theaterstück vom „barmherzigen Vater“, welches von Alfred Peter Wolf gespielt und von unserer Organistin Susanne Rott an der Orgel umrahmt wurde.

An allen Abenden wurde der Satz von Papst Franziskus deutlich: „Der Tragebalken, der unser aller Leben stützt, ist die Barmherzigkeit.“

 

Im Februar bestellte unser Kirchengemeinderat zwei junge Erwachsene als beratende Mitglieder in das Gremium. Unsere Oberminstranten Lisa-Maria Herrmann und Lukas Sopp haben sich bereit erklärt, den Kirchengemeinderat als Jugendvertreter beratend zu unterstützen. Die Rechtsordnung für Kirchengemeinden sieht vor, dass der Kirchengemeinderat, sofern er selbst keine Mitglieder im Alter zwischen 18 bis 27 Jahren hat, junge Erwachsene zu beratenden Mitgliedern bestimmen kann. Wir freuen uns sehr über das Engagement unserer beiden Jugendvertreter, die unser Gremium mit Ihren Gedanken und Ansichten bereichern.

 

Nach knapp einjähriger Renovierungszeit konnten wir im Frühjahr die festliche Wiedereröffnung und Segnung des Pfarrhauskomplexes feiern.  Das 1972 erbaute Pfarrhaus wurde grundlegend saniert: Die energetische Dämmung sowie die extensive Begrünung des neuen Flachdaches sorgen nun für ein angenehmes Klima im Innern des Gebäudes. Neue Fenster, sowie eine neue Holzpellets-Heizung mit zwei Wasserspeichern runden die energetischen Maßnahmen ab. Auch wurden die Sanitäranlagen, sowie Wasser- und Heizungsrohre erneuert, ebenso sämtliche Räume. Ein Anbau für eine behindertengerechte Toilette wurde so ergänzt, dass er sich ganz selbstverständlich in den Komplex einfügt. Möglich wurde diese umfangreiche Renovierung durch eine außerordentliche hohe Bezuschussung durch das Bischöfliche Ordinariat in Rottenburg.

 

Kaum hatten wir diese Baumaßnahme abgeschlossen, begann die nächste:

Die Außenrenovierung der Ottilienkirche. Eine Generalsanierung der Dach- und Deckenkonstruktion mit Neueindeckung des Schieferdaches war unumgänglich, da immer wieder Feuchtigkeit und Nässe sich unterm Dach breit machten. Auch war es in der Vergangenheit immer wieder zu Farb- und Putzabplatzungen an der Fassade gekommen. Vor 13 Jahren wurde die Fassade in ehrenamtlicher Arbeit liebevoll mit einem neuen Anstrich versehen, doch leider machten Bausalze im Mauerwerk und ein fehlender Sickerstreifen eine Sanierung der Fassade unumgänglich. Auch der Holzwurm hat im historischen Gebälk sein Unwesen getrieben, so dass viele Deckenbalken, als auch die Treppe zur Empore ausgetauscht werden mussten. Mit einer Begasung wurde sowohl dem Holzwurm als auch dem Hausschwamm ein Ende gemacht. Eine Erneuerung und Reparatur der Glockentechnik, sowie eine neue Beleuchtung um die Ottilienkirche rundeten die Sanierungsmaßnahmen ab. Rechtzeitig zum Fest Allerheiligen konnten alle Arbeiten abgeschlossen werden und am Ottilienfest der Renovierungsabschluss festlich gefeiert werden.

Nachdem sich nun unsere Ottilienkirche äußerlich im schönsten Kleid zeigt, stellt sich natürlich die Frage, was geschieht im Innenraum der Kirche? Auch hier platzt der Innenputz an vielen Stellen ab, die Innenwände können einen neuen Anstrich vertragen und auch an den Bleiglasfenstern müssen innen einige Reparaturen vorgenommen werden. Da jede Kirchengemeinde jährlich nur noch eine Baumaßnahme mit entsprechendem Finanzierungsplan in Rottenburg beantragen kann, muss der Kirchengemeinderat darüber beraten und entscheiden, welche Maßnahmen in der Kirchengemeinde Priorität bekommen.

 

Positiv feststellen dürfen wir, dass unsere Kirchengemeinde in den letzten 10 Jahren alle drei Kirchen von Bettringen grundsaniert und für die Zukunft gesichert hat. Zusätzlich zu den Kirchen wurden auch das Gemeindezentrum im Lindenfeld und der vorher erwähnte Pfarrhauskomplex auf den neuesten Stand gebracht. Das ist eine enorme Leistung, auf die wir zu recht stolz sein dürfen. Unser Finanzhaushalt ist trotz Kreditaufnahmen dabei stabil geblieben, was besonders erfreulich ist. Möglich wurde diese Leistung durch unermüdliches Engagement vieler ehrenamtlicher Helfer, durch die Unterstützung der Diözese Rottenburg Stuttgart und natürlich durch die große Spendenbereitschaft vieler Bettringer Bürger und Gemeindemitglieder. Danke und Vergelt’s Gott dafür!

Seit einigen Tagen besitzt unsere Kirchengemeinde einen neuen Kirchenführer. Er wurde vom Diplomtheologen Clemens Martin Mayer kunsthistorisch wie auch geistlich erschlossen und vom Kunstverlag Fink aus Lindenberg im Allgäu herausgegeben. Der Fink Verlag ist renommiert für Kunstdrucke und Kirchenführer. Es ist ein sehr gelungenes Werk geworden, mit vielen eindrücklichen Fotos unserer drei Kirchen in Bettringen. Er kostet 5 Euro und kann ab sofort im Pfarrbüro und im Kirchenladen erworben werden.

 

Ein wichtiges Thema in diesem Jahr war für uns natürlich auch die Weiterentwicklung unserer Visionsarbeit „Unterwegs… Kirche 2025“.

Kirche der Zukunft muss in Bewegung bleiben, als pilgerndes Gottesvolk inmitten der Zeit.  Daher hat sich die Seelsorgeeinheit „Unterm Bernhardus“ im Oktober 2016 auf den Weg gemacht, Ihre Vorstellungen von der Zukunft der Kirche zusammenzutragen. Zu Beginn des pastoralen Entwicklungswegs „Kirche am Ort, Kirche an vielen Orten gestalten“, den alle Seelsorgeeinheiten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart durchlaufen, haben wir hingehört, was die Menschen in Bargau, Bettringen, Weiler und Degenfeld denken, wünschen und von der Kirche erwarten. Nicht nur in unseren Kirchen, auch in der Schule, bei Vereinen oder online. Die Kirchengemeinderäte der Seelsorgeeinheit Unterm Bernhardus haben schließlich bei ihrer alljährlichen Klausur, dieses Jahr in Kloster Reute / Bad Waldsee, die Situation in unseren Gemeinden besprochen und die vorliegenden Wünsche und Möglichkeiten einer Weiterentwicklung der Kirchengemeinden diskutiert. Herausgekommen sind konkrete Vorschläge für die Kirchengemeinden bzw. die ganze Seelsorgeeinheit.

Am 15. Oktober 2017 haben sich rund 40 Teilnehmer aus der ganzen Seelsorgeeinheit nach dem Eingangsimpuls von Pfr. Tobias Freff bei Bilderbuch-Wetter auf den Weg von Bargau nach Weiler gemacht, mit dem die zweite Phase dieses Entwicklungsweges begonnen wurde. Diese Phase steht ganz unter dem Vorzeichen des Probierens: Ideen und Projekte, die aus der Analyse und den Wunschzetteln der Gemeindemitglieder erwachsen sind, sollen bis Mitte 2018  ausprobiert werden, z.B. ob ein monatlicher Frühgottesdienst um 7.30 Uhr genügend Interessenten findet, oder ob sich Ausschüsse auf Seelsorgeeinheitsebene zusammenlegen lassen. Auch sollen künftig junge Erwachsene zu Ihrem 18. Geburtstag einen Geburtstagsgruß der Kirchengemeinde erhalten.

Ende Oktober trafen sich die Mitglieder der Kirchengemeinderäte für Weiler und Bettringen mit den Räten der Evangelischen Friedenskirchengemeinde und der Versöhnungskirchengemeinde zu einer gemeinsamen Sitzung im Gemeindezentrum LH. Nach einem geistlichen Impuls folgte ein Austausch über die Themen, welche die Kirchengemeinden gegenwärtig bestärken und erfreuen oder belasten. Gemeinsam mit den evangelischen Kirchengemeinden wird sich auch unsere Kirchengemeinde bei der 800-Jahrfeier von Bettringen im nächsten Jahr beteiligen. Den Auftakt zum Jubiläumsjahr bildet ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, den 14. Januar um 10.30 Uhr hier in St. Cyriakus, zu dem wir Sie schon heute sehr herzlich einladen.

Abschließend werfe ich noch einen Blick in die Statistik: 31 Taufen und 3 Aufnahmen in die Kirche stehen 22 Kirchenaustritte und 53 Todesfälle gegenüber. 30 Kinder empfingen die Erstkommunion, 26 Jugendliche wurden gefirmt und  6 Trauungen vollzogen. Die Gesamtzahl der Katholiken, die ihren Hauptwohnsitz in Bettringen haben, ging um 26 auf  4.103 zurück.

Die Zahl der Gottesdienstbesucher schwankt zwischen 9,61 % und  6,60 %, je nachdem, wann die Zählung stattfindet.

Auch dieses Jahr wurden die Kollekten in unserer Gemeinde von Ihnen großherzig mitgetragen und unterstützt. Danke und Vergelt’s Gott für jede kleine und größere Spende, mit denen sie anderen Menschen helfen und das gegenseitige Tragen im Gebet.

Ein aufrichtigen und herzlichen Dank möchten wir  auch allen Mitgliedern unseres Kirchengemeinderates und den Mitgliedern in den Ausschüssen unserer Kirchengemeinde aussprechen: Danke für die Mitarbeit, für das Mitdenken und Mitorganisieren. Diese tatkräftige Unterstützung macht ein aktives und vielfältiges Gemeindeleben erst möglich.

Was wird das nächste Jahr bringen? 

Im  November wurde für das Dekanat Ostalb ein neuer Dekan gewählt. Mit großer Mehrheit sprach sich die Wahlversammlung für Pfarrer Robert Kloker, Münsterpfarrer in Schwäbisch Gmünd und bisher kommissarischer Dekan, aus. Am Mittwoch, 17. Januar 2018, werden der neue Dekan und seine Stellvertreter Pfarrer Pius Adiele, Johannes Waldenmaier sowie Pater Jens Bartsch um 18.00 Uhr in der Kirche Sankt Bonifatius in Hofherrnweiler feierlich in ihr Amt durch Domkapitular Stäps eingeführt.

Wir wünschen dem neuen Dekan Robert Kloker für dieses Amt alles Gute und Gottes Segen zum Wohl der Menschen und der Gemeinden in unserem Dekanat.

 

Frau Stefanie Herrmann wird ab 1. Februar 2018 die Mesnerin an der Pfarrkirche St. Cyriakus sein. Damit tritt sie die Nachfolge von Christine Plachno an, die dann nach 19 Jahren im Dienste von St. Cyriakus ihren wohlverdienten Ruhestand antreten wird.

Wir freuen uns über diesen reibungslosen Stellenübergang und wünschen Stefanie Herrmann einen guten Einstieg und einen erfüllenden Dienst in unserer Kirchengemeinde.

Frau Plachno danken wir von Herzen für ihren jahrelangen zuverlässigen und treuen Mesnerdienst und wünschen Ihr für den Ruhestand alles Gute und Gottes Segen.

 

Für das kommende Jahr wünsche ich uns allen viel Kraft und Gesundheit und einen langen Atem für unsere vielfältigen Aufgaben. Im Vertrauen auf Gottes Beistand und Liebe wünsche ich Ihnen allen ein gesundes, friedvolles und gesegnetes neues Jahr!

Legende
 

SE  = Seelsorgeeinheit

BA  = Bargau

BE  = Bettringen

DE  = Degenfeld

WE = Weiler 

OB  = Pfarrkirche, Oberbettringen

AP = Altes Pfarrhaus, Oberbettringen 

UB  = Ottilienkirche, Unterbettringen

LH  = Auferstehung-Christi-Kirche, Lindenfeld-Hagenäcker

Li  = Haus Lindenhof

BER = Begegnungsstätte Riedäcker, Oberbettringen

Hier finden Sie uns

Seelsorgeeinheit Unterm Bernhardus
Kirchgasse 10
73529 Schwäbisch Gmünd

Kontakt

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