Die Eucharistie

Die Eucharistie ist die zentrale Feier des christlichen Glaubens, sie steht in der Mitte des Lebens der Gemeinde und der Kirche. Gleichzeitig ist die Eucharistie das Sakrament, das wir am häufigsten feiern. Die Feier der Eucharistie verbindet sich für Christen mit dem letzten Abendmahl Jesu am Abend vor seinem Tod. Mit dem Auftrag Jesu „Tut dies (immer wieder) zu meinem Gedächtnis“ wird die regelmäßige eucharistische Feier begründet. Jesus hat am Abend vor seinem Tod an seine bisherige Praxis der Tischgemeinschaften und an die jüdische Pascha-Feier zur Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten angeknüpft. Von nun an wird das Mahl aber zur Erinnerung an ihn selber gefeiert. Jesus als innere Mitte der Eucharistie – das klingt schon in den Erzählungen an, mit denen die ersten Christen ihre Erfahrungen mit dem Auferstandenen auszudrücken versuchten: Jesus ist mitten unter uns gegenwärtig, wir spüren seine Nähe, ja leben daraus. Die irdische Tischgemeinschaft wird vom Auferstandenen fortgesetzt und zu einem Kennzeichen seines Wirkens, aber auch der christlichen Gemeinde gemacht. Im gemeinsamen Mahl begegnet Gottes Barmherzigkeit, wird Jesus als der Lebende erfahren, entsteht eine neue Gemeinschaft von Menschen, die den Herrn als den Auferstandenen und Maßgebenden ihres Lebens bekennen: „Gott aber hat Jesus von Nazaret am dritten Tag auferweckt und hat ihn erscheinen lassen … uns, die wir mit ihm nach seiner Auferstehung von den Toten gegessen und getrunken haben“(Apg 10,40-41) Deshalb wird der Sonntag, der Auferstehungstag Jesu, „Herrentag“ genannt und zum Festtag der Christen. Deshalb wird das Mahl, das christliche Gemeinden in der Erinnerung an Jesus und in der je neuen Begegnung mit ihm feiern, zuerst auch „Herrenmahl“ genannt. Dabei geht es nicht um ein magisches Tun, sondern um die Nachfolge der Praxis Jesu, um Brotbrechen füreinander und um das Teilen des Brotes, damit Gemeinschaft entsteht. Einer der ältesten Namen für die Eucharistie im Neuen Testament ist deshalb auch „Brotbrechen“(vgl. Apg 2,46). Brot ist hier das Symbol für das von Gott geschenkte Leben. Der Name Eucharistie bedeutet „Danksagung, Lobpreis“. Menschen antworten auf das Erbarmen und die Zuwendung Gottes mit Dank und Lob. Der gebräuchliche Name Messe stammt vom lateinischen „missa“ = „Entlassung, Sendung“. Richtig verstanden verbindet dieser Name die zentrale Feier der Christen mit dem Auftrag, den Christen in der Welt zu erfüllen haben: Die Eucharistie gibt Christen die Kraft, die Barmherzigkeit Gottes in die Welt hinauszutragen und so zu Zeugen der Liebe Gottes zu werden.
 

Eucharistie heute 
 

Die Eucharistie gehört von der Botschaft und der Praxis Jesu her in die Mitte christlichen Glaubens. Sie gehört zum Christ sein wie Brot zum Leben. Sie bedeutet für Leben und Glauben der Christen: 
- Die Eucharistie feiert den menschenfreundlichen und erbarmenden Gott. 
- Die Eucharistie feiert die Gegenwart des auferstandenen Herrn und seine Gemeinschaft mit uns. 
-Die Eucharistie feiert die Kraft des Heiligen Geistes, der Menschen ergreift und zum Guten antreibt. 
- Die Eucharistie eint die vielen einzelnen Glaubenden zu einem Volk Gottes, zu einer Gemeinschaft. 
- Die Eucharistie gibt dem Menschen die Kraft zur Antwort auf die Liebe Gottes.
- Die Eucharistie gibt dem Menschen die Kraft, in der Nachfolge Jesu dem Nächsten zu dienen. 
-Die Eucharistie bekennt und feiert den Grund unseres Glaubens: Tod und Auferstehung Jesu Christi. 
-Die Eucharistie verweist auf die künftige Vollendung und auf die künftige Teilnahme am Mahl Gottes mit den Menschen und schenkt so Hoffnung und Zuversicht.
 

Die Eucharistie kennt also viele unterschiedliche Aspekte. Sie ist: 
 

- Gemeinschaft mit Jesus und der Christen untereinander 
- Danksagung und Lobpreis 
- Fest Gottes mit uns Menschen 
- Gedächtnis unserer Erlösung 
- Hingabe Jesu für uns Menschen 
- Versammlung der Glaubenden 
- Mahl der Einheit und des Friedens 
- Stätte des Gebetes und der persönlichen Frömmigkeit 
- Stärkung für Glauben und Leben 
- Jesusbegegnung im Wort und im Brot 
- Versöhnung mit Gott und den Menschen.

Jede Zeit der Kirchengeschichte setzte aus diesen Aspekten besondere Schwerpunkte, schöpfte aus dem Reichtum der Eucharistie. Dies bleibt auch unsere Aufgabe.

Legende
 

SE  = Seelsorgeeinheit

BA  = Bargau

BE  = Bettringen

DE  = Degenfeld

WE = Weiler 

OB  = Pfarrkirche, Oberbettringen

AP = Altes Pfarrhaus, Oberbettringen 

UB  = Ottilienkirche, Unterbettringen

LH  = Auferstehung-Christi-Kirche, Lindenfeld-Hagenäcker

Li  = Haus Lindenhof

BER = Begegnungsstätte Riedäcker, Oberbettringen

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